Über die Europäische Lärche
Wie der Name schon sagt, stammt diese Variante aus Europa. Die Europäische Lärche darf nicht mit der Sibirischen Lärche verwechselt werden, da sich die Bäume in vielerlei Hinsicht unterscheiden, vor allem in Bezug auf die Haltbarkeit.
Europäische Lärche wächst im südlichen Teil von Zentraleuropa (Alpen, südwestliches Polen, Süddeutschland). Man findet sie auch an anderen Orten in Europa, jedoch nicht so häufig, dass sie eine Berechtigung zur eigentlichen Forstwirtschaft darstellen. In diesen Gebieten wächst sie gemeinsam mit anderen Bäumen und wird selten von der sonstigen Produktion getrennt.
Wir verwenden nur zertifizierte Europäische Lärche.
Merkmale
Europäische Lärche ist dadurch gekennzeichnet, dass sie fast nur aus Kernholz mit kleinen Knoten besteht. Bretter aus Europäischer Lärche weisen häufig viele Knoten auf, und zu viele Knoten schwächen die Härte des Holzes. Im Vergleich zu Kiefer und Fichte vwirken die Bretter aus Europäischer Lärche schwer und stumpf, was den Eindruck von Haltbarkeit weckt.
Je nach Standort und Alter schwankt das Holz farblich von dunkelgelb bis rotbraun. Kernholz und Splintholz sind deutlich unterteilt, und die Grenze befindet sich einige cm unter der Rinde mit großen Farbunterschieden. Die Stärke der Jahresringe variiert stark, abhängig von der Wuchsschnelligkeit und dem Standort, unterscheidet sich von der Sibirischen Lärche jedoch durch breitere Jahresringe und einen deutlichen Unterschied zwischen Früh- und Spätholz.
Der Anteil des Kernholzes kann relativ hoch sein, und das Kernholz ist verhältnismäßig haltbar - vergleichbar mit dem Kernholz der Kiefer.
Die Europäische Lärche ist während des gesamten Wachstumszeitraums linksdrehend, im Gegensatz zu Fichte und Kiefer, die zu Beginn linksdrehend und anschließend rechtsdrehend sind.
Das führt dazu, dass sich die Lärche verdreht, was höhere Anforderungen an die Befestigung stellt - der Abstand zwischen den Befestigungspunkten muss geringer sein (max. 40 cm), und außerdem sollte vorgebohrt werden, um Risse zu vermeiden.
Außerdem sollten die Nägel und Schrauben min. 2½-mal so groß wie das Holzmaß sein und immer aus Edelstahl bestehen. Da Europäische Lärche säurehaltig ist, wird oberflächengeschützter Stahl schnell angegriffen/zersetzt. Im Zusammenhang mit Feuchtigkeit treten schwarze Streifen am Holz auf.
Europäische Lärche kann als Konstruktionsholz und für die Fassadenverkleidung verwendet werden.
Bearbeitung und Schutz
Lärche ist aufgrund einer hohen Anzahl an Knoten etwas schwieriger zu bearbeiten; auch weil das Holz härter und spröder ist als Fichte und Kiefer.
Lärche kann nach den NTR-Standards druckimprägniert werden. Bei direktem Kontakt zwischen dem Holz und dem Erdboden oder Mauerwerk sollte immer eine Druckimprägnierung erfolgen, um Fäule und Pilzbefall zu vermeiden.
Lärche weist schnell Schimmelbefall u. Ä. auf und sollte daher so schnell wie möglich behandelt werden.
Die ersten Behandlungen sollten aufgrund des Säuregehalts im Holz nicht mit wasserbasierten Systemen behandelt werden, wobei der Säuregrad jedoch mit der Zeit sinkt. Daher können spätere Behandlungen nach Wunsch durchgeführt werden (Nachfrage beim Zulieferer/Hersteller des Holzschutzmittels).
Bei jeder Art von Holz gilt es, das Holz so weit wie möglich durch „konstruktiven Schutz“ zu schützen, d. h., es wird so geplant und gebaut, dass das Holz belüftet und das Wasser abgeleitet wird, damit das Holz austrocknen kann.
Holz ist ein Naturmaterial, das im Verlauf der Zeit grau wird. Wenn das Holz trocken ist, kann es gut mit einem entsprechenden Holzschutzmittel geschützt werden - entweder mit einem deckenden Anstrich oder mit einem transparenten Holzschutzmittel. Die Behandlung verlängert außerdem die Nutzungsdauer des Holzes.